(17/4/00) Adopt A Library - Getting books to people who need them




Eric Zeisls "The Good Old Time"
Wird Uraufgeführt
von Lynn Gaubatz


WASHINGTON -- Die amerikanische Fagottistin Lynn Gaubatz wird in einem Konzert in der Church of the Annunciation, 3810 Massachusetts Avenue NW, Washington, DC, am Donnerstag, 18. Mai 2000 um 19:30 Uhr die Welt-Premiere von "The Good Old Time" von österreichischen Komponisten Eric Zeisl aufführen. Werke von Paul Hindemith, Alexandre Tansman, Egon Wellesz, und Karol Rathaus ua. ergänzen des Programm. Am Klavier begleitet Frank Conlon. Der Eintritt ist frei.

Der Grund für dieses Konzert war ihre Bericht in der Zeitschrift «Austria Kultur» über Zeisl. Frau Gaubatz lebte von 1981 bis 1984 in Salzburg, Österreich, und war mit 25 Jahren Gastprofessorin für Fagott an der Hochschule Mozarteum. Ihre Aufführungen von Mozarts Fagottkonzert wurden auf drei Erdteilen bei PBS, Radio Nacional De España und Radio Nacional De Venezuela gesendet und im Jahre 1999 wurde sie zur Feier der Überreichung eines Friedenspreises in Norwegen eingeladen, um als Solistin zu spielen.

Erich Zeisl (geb. 1905 in Wien) bedienten sich der Zwölftontechnik nicht, übersetzt aber überlieferte Harmonien der vorhergehenden Epochen in die Sprache seiner Zeit und wurden so zu bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Erich Zeisl selbst und sein Musikschaffen waren eng verwoben mit Wien, sodaß der Bruch in Österreich im Jahre 1938, die darauffolgende Auswanderung nach Frankreich und 1939 die Emigration in die USA bei ihm -wie es die Jugendfreundin Hilde Spiel formulierte -"den Tod des Herzens" auslöste. Im Exil betätigte er sich wenig erfolgreich als Filmkomponist, daneben komponierte er 1944-5 aber auch ein Requiem Ebraico nach dem 92. Psalm (gewidmet dem "Gedächtnis meines Vaters und der anderen zahllosen Opfer der jüdischen Tragödie in Europa") und eine Oper nach Roths "Hiob", die er nicht mehr beenden konnte, da er 1959 in Los Angeles einem Herzanfall erlag. [Jüdisches Museum Wien]

Vom GLAMOUR Magazin als "eine der zehn hervorragendsten jungen berufstätigen Frauen Amerikas" bezeichnet, wurde Frau Gaubatz von den Kritikern in Europa und den Vereinigten Staaten als "brilliant", "charmant" und "erfreulich" begrüßt. Ihre Aufführungen von Mozarts Fagottkonzert wurden auf drei Erdteilen bei PBS, Radio Nacional De España und Radio Nacional De Venezuela gesendet und im Jahre 1999 wurde sie zur Feier der Überreichung eines Friedenspreises in Norwegen eingeladen, um als Solistin zu spielen.

Frau Gaubatz spielte als Solofagottistin mit Leonard Bernstein, Sir Georg Solti, und Seiji Ozawa u.a., und ist als Solistin auf vier Erdteilen - Nord- und Südamerika, Europa und Afrika - aufgetreten. Im Jahre 1989 hat sie als erste Fagottistin überhaupt ein Solistenkonzert in der Konzerthalle des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington aufgeführt. Seitdem gab sie dort fünf weitere Vorstellungen als Solistin. Sie ist auch die einzige Fagottistin, welche als Solistin bei der Smithsonian Institutions Kunst Der Virtuosen und Die Konzerterfahrung vorgestellt wurde, und vom populären amerikanischen On-line Starfinder als erste und einzige Fagottistin ausgewählt, die jeweils als aufstrebende Virtuosin vorgestellt worden war.

Frau Gaubatz wurde zur "Internationalen Konferenz für Überlebende und Nachkommen von Opfern und Tätern des Nationalsozialismus" eingeladen um als einzige Musikerin zu spielen. Beim Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Wien, hat Frau Gaubatz ein Solostück vom 1885 in Wien geborene Komponist und Musikologe Egon Wellesz vorgetragen. Die dreitägige internationale Konferenz beschäftigte sich mit unterschiedlichen Zugängen der Überlebenden und der Nachkommen von Opfern, Helfern, Zuschauern, Mitläufern, Mittätern und Tätern. Thematisiert wurde die nachträgliche Wirksamkeit des Nationalsozialismus und des Holocaust in der heutigen Gesellschaft Europas.

Frau Gaubatz ermutigt Komponisten lebhaft für das Fagott zu schreiben und hat drei unbegleitete Stücke und ein Fagottkonzert, sowie einige Kammermusikwerke welche für sie geschrieben und zugeeignet wurden. Im Dezember 1997 spielte Frau Gaubatz die europäische Uraufführung von Wolfgang Pillingers Kleine Suite für Fagott aus "Kein Platz für Idioten" (von ihr in einer Welturaufführung im Oktober in den Vereinigten Staaten gespielt wurde) in Salzburg (Österreich) auf Schoss Leopoldskron während des Symposions "Music for a New Millennium" des Salzburg Seminars. Im September 1996 spielte sie ein gemeinsames Konzert mit dem österreichischen Flötisten Helmut Zangerle in der Österreichischen Botschaft Washington DC., welches die Welturaufführung von Pillingers Small Match for 3 Players beinhaltete.

Für weitere Informationen, bitte sehen Sie das Website http://www.LynnGaubatz.com.

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