[23.4.01] Adopt A Library - Getting books to people who need them




Lynn Gaubatz spielt
ein Konzert zum Jahrestag
der Dachau-Befreiung


WASHINGTON -- Am 56. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau wird die amerikanische Fagottistin Lynn Gaubatz in einem Konzert in der John F. Kennedy Center for the Performing Arts/Washington am Sonntag, 29. April 2001 um 18 Uhr zwei Solostücke vom Komponist Karel Reiner, der die Dachau-Befreiung erlebte, vortragen. Werke von Jaromir Weinberger, Eric Zeisl, Fritz Berens, Felix Mendelssohn, Karol Rathaus, und Ralph Vaughan Williams ua. ergänzen des Programm. Der Eintritt ist frei.

Unter der Adresse http://www.kennedy-center.org/programs/millennium überträgt das John F. Kennedy Center das Konzert ab 18.00 Uhr live und gratis im Internet.

"Die Nazis haben gehofft, daß diese Musik für immer verbannt sein würde. Der umgekehrte Effekt ist eingetreten: Jetzt kann man sie sogar weltweit übers Internet hören." Gaubatz, die 1999 bei der Internationalen Holocaust-Konferenz in Wien spielte, lebte von 1981 bis 1984 in Salzburg, Österreich, und war mit 25 Jahren Gastprofessorin für Fagott an der Hochschule «Mozarteum». Ihre Bericht über 1905 in Wien geborene Komponist Eric Zeisl in der Zeitschrift «Austria Kultur» erscheinte in Mai 2000.

Karel Reiner, geb. am 28.6.1910 in Zatec/Saaz in Nordböhmen, gest. am 17.10.1979 in Prag, gehört zu der Gruppe der "Theresienstädter" Komponisten und Musiker, deren gemeinsames Schicksal darin bestand, von den Nazis aus dem "Protektorat Böhmen" in das ghettoähnliche KZ Theresienstadt deportiert worden zu sein (im Fall Karel Reiners im Juli 1943), um von dort aus in eines der Vernichtungslager im Osten weiter verschleppt zu werden. Karel Reiner, dessen Vater Kantor einer jüdischen Gemeinde war, hatte in Prag sowohl Jura studiert (mit der Promotion zum Dr. jur.) als auch Komposition bei Josef Suk und Alois Hába, mit dem er befreundet und zudem durch die Nähe zur Anthroposophie verbunden war. Hábas Spezialität der Komposition mit Mikrotönen wurde von Reiner nur anfangs aufgegriffen, dessen Hang zum "athematischen" Komponieren übernahm Reiner hingegen. Im September 1944 wurde Karel Reiner ins KZ Auschwitz verbracht und von dort aus ins KZ Dachau weiterdeportiert, wo er im April 1945 die Befreiung erlebte. [Peter Petersen]

Vom GLAMOUR Magazin als "eine der zehn hervorragendsten jungen berufstätigen Frauen Amerikas" bezeichnet, wurde Frau Gaubatz von den Kritikern in Europa und den Vereinigten Staaten als "brilliant", "charmant" und "erfreulich" begrüßt. Ihre Aufführungen von Mozarts Fagottkonzert wurden auf drei Erdteilen bei PBS, Radio Nacional De España und Radio Nacional De Venezuela gesendet und im Jahre 1999 wurde sie zur Feier der Überreichung eines Friedenspreises in Norwegen eingeladen, um als Solistin zu spielen.

Frau Gaubatz spielte als Solofagottistin mit Leonard Bernstein, Sir Georg Solti, und Seiji Ozawa u.a., und ist als Solistin auf vier Erdteilen - Nord- und Südamerika, Europa und Afrika - aufgetreten. Im Jahre 1989 hat sie als erste Fagottistin überhaupt ein Solistenkonzert in der Konzerthalle des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington aufgeführt. Seitdem gab sie dort fünf weitere Vorstellungen als Solistin. Sie ist auch die einzige Fagottistin, welche als Solistin bei der Smithsonian Institutions Kunst Der Virtuosen und Die Konzerterfahrung vorgestellt wurde, und vom populären amerikanischen On-line Starfinder als erste und einzige Fagottistin ausgewählt, die jeweils als aufstrebende Virtuosin vorgestellt worden war.

Für weitere Informationen, bitte sehen Sie das Website http://www.LynnGaubatz.com.

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